Das neue
Lebensfreude-Training

Schritt 10:
Umarme in deinem Herzen
jeden Moment deines Lebens

 

Reine Lesezeit: ca. 8 Minuten

 

"... und auch das gehört dazu."

Oft ist es so, dass wir in voller Lebensfreude die ganze Welt umarmen könnten.
   Umgekehrt könnte das Umarmen ebenso Lebensfreude in uns auslösen.
   Ich habe eine – wie ich denke – sehr extreme Form des „Umarmens“ gefunden, die sich auch extrem positiv auf meine Lebensfreude auswirkt: die innere Haltung, dass „auch das jetzt dazugehört“ (und während ich hier an diesem Schritt arbeite und ihn formuliere, platze ich fast vor Lebensfreude – es ist kaum auszuhalten …).


Ich bleibe im Folgenden dabei, allein über mich selbst zu berichten. Denn ich bin mir bei dieser extremen Form des Umarmens unsicher, ob und wie es dir hilft und wie es sich auf deine Lebensfreude auswirkt. Deshalb ist auch dieser Schritt - wie alle anderen Schritte auch - ein reines Angebot an dich. Und du bestimmst nach wie vor, was dir guttut und was nicht, was du willst und was nicht, was zu deiner Lebensfreude passt und was nicht.


Für mich ist die Haltung, dass „auch das jetzt dazugehört“, ein äußerst machtvolles Zustimmungs-Tool. Allerdings gibt es eine Sache, auf die man achten muss, damit es nicht „nach hinten losgeht“ (siehe unten unter „Wichtig“).

 

Willst du dieses Tool als Video kennenlernen, findest du von mir ein Video darüber auf Youtube, wenn du diesem LINK hier folgst.

 

Zunächst einmal kann ich frei darüber bestimmen (Schritt 1), wann ich dieses Tool einsetze. Auch wenn ich es mal vergessen sollte, gehört das Vergessen dazu. Ich erlebe das Tool (= die innere Haltung: „… und auch das gehört jetzt dazu “) als eine wundervolle Denk-Alternative (Schritt 2) zu allem, was ich im Alltag erlebe und was ich bisher in meinem Leben erlebt habe. Ich muss nichts bekämpfen oder eine stressige Abwehr in meinem Gefühl hochhalten, sondern ich kann einfach sagen, dass "auch das dazugehört". Und ich kann das für mich Positive, meine offene Haltung, meine Umarmung, neben das Unangenehme stellen, gleichwertig, und beides intensiv miteinander verknüpfen, indem ich immer abwechselnd oder gleichzeitig an beides denke. Sowohl das Unangenehme als auch das Angenehme gehören dazu. Und es gehört dazu, dass ich beides miteinander verknüpfe.

   Funktioniert eine Verknüpfung nicht und bleibt meine Abwehr oder Grenze oder mein Kampf gegen das Unangenehme bestehen, dann kann ich auch darauf reagieren mit: „Dass ich mich weiterhin wehre, eine Grenze setze oder kämpfe, gehört auch dazu.“

 

Bei Regelungen (Ampeln – siehe Schritt 3) im Zusammensein mit Menschen (Straßenverkehr etc.) kann ich sowohl der Situation zustimmen, dass die andere Person Vorrang bekommt, während ich Rot habe, als auch der Situation, dass ich mir selbst Grün gebe oder Grün erfahre und frei fahren kann. Auch das gehört dazu.
   Auf diese integrierende, umarmende Weise kann ich sowohl die grüne fließende Lebensfreude als auch die rote fürsorgliche Lebensfreude genießen. Beides gehört dazu. Und wenn ich mich mal ärgere (Verlustschmerz bei starkem Festhalten), weil ich unbedingt frei fahren wollte und meine Ampel auf Rot gesprungen ist oder eine andere Person sich Vorrang genommen hat, dann gehört auch das dazu.

 

Selbstverständlich gehören immer natürliche Wertungen zu unserem Leben dazu (Schritt 4). Sollten Wertungen mit Schmerz verknüpft sein (Vorwürfe, Strenge, innere Distanz, Schimpfen, Entwürdigungen), dann gehört es dazu, dass ich bezogen auf mein Wohlfühl-Ziel diesen Schmerz bewerte, ihn begrenze, ihm Rot gebe und mich vor ihm schütze. Ich gebe meinem Schutz vor etwas Schmerzhaftem grünes Licht, Vorrang, Vorfahrt.

   Mit meinem Wohlfühl-Ziel hat mein Gegenüber nichts zu tun. Deshalb kann mein Gegenüber auch nichts für mein Wohlfühl-Ziel und meine daraus entstandenen Wertungen und Grenzen. Er ist unschuldig daran, dass ich mein Wohlfühl-Ziel habe und deswegen bewerte. Umgekehrt habe ich auch mit seinem Schmerz und seinen Überzeugungen und Zielvorstellungen nichts zu tun. Ich unterscheide klar zwischen dem, was zu mir gehört, und dem, was zu jemand anderem gehört (Schritt 5). Diese klare Unterscheidung gehört auch dazu.

 

Wichtig:

Wichtig ist immer, daran zu denken, dass beim Umarmen die Umarmung meiner eigenen natürlichen Wertungen und Grenzen auch noch dazugehört und dazu führt, dass ich etwas Schmerzvolles nicht umarme. Sollte ich das mal vergessen, dann geht das „universelle Umarmen“ nach hinten los. Ich empfehle dir also: Achte immer darauf, dass du die für dich passende Balance findest. Auf der einen Seite gehört der Schmerz, das Unangenehme, das Unpassende, das Falsche dazu. Auf der anderen Seite gehört auch gleichzeitig und gleichwertig dazu, dass man sich vor dem Schmerz, vor dem Unangenehmen oder Falschen bestmöglich schützt. Vielleicht kann man es so sehen: Man umarmt den Schmerz / das Unangenehme so weiträumig, dass auch noch der Schutz vor dem Schmerz in die Umarmung mit reinpasst.

   Diese innere Haltung hilft mir, den Schmerz eines negativen Fremdwertes (wie ein anderer Mensch mich bewertet) besser annehmen zu können (Schritt 6). Der negative Fremdwert gehört auch dazu. Und anschließend kann ich mir wieder bewusst machen, dass dieser Fremdwert nichts mit mir zu tun hat. Ich konzentriere mich wieder auf meinen Selbstwert, kann sehen, dass ich mein Bestes gegeben habe und mit mir selbst zufrieden bin. So komme ich schneller wieder nach einer negativen fremden Bewertung zu guten Gefühlen bezüglich meines Selbstwertes.

 

Selbstheilung

Sollte mir das nicht so schnell gelingen, dann weiß ich, dass durch den negativen Fremdwert ein Verlustschmerz in mir ausgelöst wurde, der natürlich genauso dazugehört, wie alles andere auch. Dabei weiß ich gleichzeitig, dass mein Selbstwert immer unangreifbar ist, weil ich die Würde habe, ganz allein über meinen Selbstwert zu bestimmen. Auch diese Würde gehört dazu.
   Ich gebe nun meinem Verlustschmerz Vorrang (Heilungshierarchie – siehe Schritt 7) und schaue zuerst, ob er wirklich zu mir gehört. Dabei führe ich das Ritual durch, diesen Schmerz z. B. mithilfe eines Kissens symbolisch darzustellen, dieses Kissen an meine Brust zu drücken und langsam von mir zu entfernen. Ich ziehe dadurch alles das, was nicht zu mir gehört, aus mir heraus und lege es dorthin, wohin es „eigentlich“ gehört. Auch das gehört dazu, dass ich so etwas symbolisch unterscheide.

   Anschließend nehme ich ein anderes Kissen als Symbol für meine Lebensfreude oder mein bisher abgespaltenes Potenzial und nehme es intensiv an meine Brust. „Meine Lebensfreude und mein Potenzial gehören jetzt wieder vollkommen dazu.“
   Sollte es mir nicht besser gehen dadurch, dann suche ich mir eine schöne Denk-Alternative, was auch dazugehört. Ich stelle mir liebevolle, offene und herzliche Menschen vor, die mir einen positiven Fremdwert geben (Schritt 8). Dieses Bild stelle ich gleichwertig neben die Erfahrung, dass ich vorhin einen negativen Fremdwert erhalten habe, der in mir diesen Verlustschmerz ausgelöst hat. Beides verknüpfe ich miteinander, indem ich immer abwechselnd an beides denke – oder mir es sogar gleichzeitig vor meinem inneren Auge als zwei Bilder nebeneinander vorstelle (Schritt 2).
   Zusätzlich erkenne ich, dass mein Wunsch, vom anderen gesehen und verstanden und positiv bewertet zu werden, eine Grenzüberschreitung von mir ist. Denn ich habe ja den anderen nicht gefragt, ob er mir für mein Ziel, eine positive Fremdbewertung zu erhalten, zur Verfügung steht, ob er dabei mitmachen möchte. Auch diese Grenzüberschreitung gehört dazu. Und es gehört dazu, dass ich diese Grenzüberschreitung nicht möchte. Also lasse ich meinen Wunsch, gesehen und verstanden und positiv bewertet zu werden, komplett los (Schritt 8). Auch das gehört dazu.

   Auf diese Weise öffne ich mich wieder für Positives auf dieser Welt, für schöne Blumen, für liebevolle Menschen, für schöne Musik, ohne dass mir mein Wunsch nach Verständnis und Anerkennung Verlustschmerzen beschert, wenn ich Missverständnisse und Ausgrenzung erlebe.
   Fällt mir das Öffnen schwer und habe ich immer noch Angst vor negativen Fremdbewertungen, was natürlich auch dazugehört, dann kann ich mich vielleicht dadurch unterstützen, indem ich mir eine räumliche Erfahrung zur Verfügung stelle (Schritt 9). Es gehört nämlich auch dazu, wenn ich mir eine Position im Raum suche für „Olaf mit seiner Verletzung“ und eine Position im Raum für „Olaf im gelösten Zustand“. Ich fühle mich in beide Positionen ein (was auch dazugehört) und beobachte den Unterschied. Vielleicht kann ich mich dadurch positiv beeinflussen oder mir etwas bewusst machen?
   Es gehört auch dazu, wenn ich versuche, mich in den Menschen einzufühlen, der mir einen negativen Fremdwert gegeben hat. Ich nehme einen Zettel mit der Beschriftung „Person X“ und einen Zettel mit der Beschriftung „Ich“. Beide Zettel lege ich im Raum auf den Boden und fühle mich in beide Positionen ein. Vielleicht bekomme ich dadurch mehr Informationen aus meinem Unbewussten? Vielleicht kann ich dadurch besser erspüren, dass die Fremdbewertung des anderen nichts mit mir zu tun hat, sondern mit seinem ganz persönlichen Ziel, zu dem ich nur nicht passe?
   Auch das, dass ich zu den Zielen anderer Menschen nicht passe, gehört dazu.

   Ebenso gehört es dazu, wenn ich mir eine positive Erfahrung schenke und mich in etwas anderes einfühle. Ich beschrifte einen Zettel mit "Ich" und einen Zettel mit "Person A, zu deren Zielen ich sehr gut passe" oder "Person A mit warmer Herzlichkeit" oder "Die Quelle allen Lebens" oder "Ich mit voller Lebensfreude". Ich erspüre, wie es sich im gelösten Zustand anfühlt und gebe mir selbst dadurch ein positives "Selbstheilungsbad" für meine Gefühle.
   Und wenn ich nicht mehr weiterweiß, gehört auch das dazu. Vielleicht schenkt mir mein Unbewusstes in der kommenden Nacht einen klärenden Traum.

 

Was auch dazugehört ist, dass ich meine automatische Rücksicht auf andere Menschen loslasse. Denn ich kann es auch so sehen, dass deren "Wunsch nach Verständnis und Rücksicht" eine Grenzüberschreitung mir gegenüber ist (Schritt 8). Diese anderen Menschen haben mich nicht gefragt, ob ich bei ihrem Ziel (von mir verstanden zu werden und Rücksicht von mir zu erhalten) mitspielen will. Ich entscheide und bestimme frei (Schritt 1) - von Situation zu Situation, ob ich mir selbst Rot gebe und die rote fürsorgliche Lebensfreude lebe oder ob ich frei meinen Bedürfnissen und Wünschen folge und die grüne fließende Lebensfreude lebe (Schritt 3). Auch das gehört dazu.

 

Wenn ich mein bisheriges gesamtes Leben zurückschaue, dann kann ich nun sehen, dass wirklich alles dazugehört. Auch meine eigenen Ziele, Wünsche und Bedürfnisse, die dazu führen, dass ich unterscheide, bewerte, begrenze und begrüße.
   Dabei unterscheide ich zwischen "schmerzhaftem Verhalten" und "Menschsein". Ich würdige rückblickend alle Menschen, die mich verletzt haben, als Menschen. Ich würdige, dass nur sie wissen können, warum sie sich mir gegenüber so verhalten wollten/mussten, wie sie sich verhalten haben.

   Gleichzeitig gehört es dazu, dass ich deren schmerzvolles Verhalten als „für mich unpassend“ bewerte. Schmerzvolles Verhalten passt ganz klar nicht zu meinem Wohlfühl-Ziel, zu meinem Glücklichsein-Ziel. Deshalb werde ich mich in Zukunft auch klar davor schützen. Mein gut funktionierender Schutz gehört auch dazu und setzt umfassende Lebensfreude in mir frei.

 

Mit dieser Klarheit und umfassenden Umarmung habe ich das Gefühl, alles zu integrieren, auch die Unterscheidung, die Grenze, den Schutz. Das führt zu einem besonderen Gefühl, das ich kaum beschreiben kann. Es ist, als wenn ich irgendwie tief berührt und erfüllt – umfassend und alles integrierend – über allem „fliege“ – mit einem berührenden Lebensfreudegefühl – und gleichzeitig mit allem tief verbunden.

 

Zu dieser alles integrierenden Haltung findest du ein dazugehöriges Bild auf der hier verlinkten Website, wenn du dort ganz nach unten scrollst. Oder du findest – wie erwähnt – ein Video hier auf Youtube, in welchem ich dieses Bild und die alles integrierende Haltung ausführlich erläutere.

 

 

Hier erreichst du Schritt 11: Erforsche jede Krise bis zur Begeisterung

 

 

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